Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus
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    Und was du zuerst wenig gehabt hast, das wird hernach sehr zunehmen.

    Und was du zuerst wenig gehabt hast, das wird hernach sehr zunehmen. (Hiob 8:7)

    Vom „Weniger“ zum „Mehr“ (2)

    Am Montag sind wir der Frage nachgegangen, was im Leben unseres Herrn Jesus Christus zunächst wenig vorhanden war, aber im Laufe der Zeit sehr zunahm. Heute wollen wir nun die „Gegenrechnung“ aufmachen und sehen, was in unserem Leben als Christen mit wenig beginnt und mit mehr enden wird, wenn es gut kommt:

    • Gnade, bei Gott und den Menschen – Apg. 2,47: „… und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“ Die ersten Jünger führten ein solches Leben, dass sogar das Volk ihnen wohlgesinnt war. Und dass sie auch Gnade bei Gott fanden, sieht man daran, dass der Herr immer mehr neue Jünger zur Gemeinde hinzufügen konnte.
    • Jünger – Mt. 4,19: „Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!“ Wer hätte gedacht, was aus dieser impulsiven, manchmal selbstsüchtigen und oft untreuen Truppe noch werden sollte? Jesus findet keine andere Bezeichnung als „Menschenfischer“. Und wie viele Menschen gingen der Gemeinde Jesu im Lauf der Jahrhunderte schon ins Netz und fanden dadurch Frieden mit Gott! Das kann sogar für dich als Einzelnen gelten, wenn du eine evangelistische Begabung hast.
    • Leiden – Mt. 10,24: „Der Jünger steht nicht über dem Meister und der Knecht nicht über seinem Herrn. Es ist für den Jünger genug, dass er ist wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen so nennen!“ An anderer Stelle sagt der Herr: Haben sie mich verfolgt, werden sie euch auch verfolgen (Joh. 15,20). Und genau das sehen wir in aller Welt – mehr und mehr. Auch uns könnte dieses „Mehr“ an Verfolgung im Lauf der nächsten Jahre erreichen, wenn wir dem Wort Gottes treubleiben wollen.
    • Herrlichkeit – Spr. 4,18: „Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.“ Wenn es in deinem und meinem Leben gut kommt, werden wir Jesus immer ähnlicher. Und eines Tages werden wir in den himmlischen Örtern ankommen, uns dort der himmlischen Herrlichkeit erfreuen und sie auch selbst besitzen. Und in der Ewigkeit unter dem neuen Himmel, auf der neuen Erde und in der Gegenwart Jesu erst recht. Darauf können wir uns schon jetzt überschwänglich freuen!
      So führt der Herr seine Leute nicht auf einen Weg, der äußerlich immer größer und bequemer wird. Aber er führt sie auf einen Weg, auf dem Gnade, Frucht, Treue und Herrlichkeit zunehmen dürfen. Selbst Leiden kann dabei nicht das letzte Wort behalten, weil Christus seine Jünger durch alles hindurch zu sich und in seine Herrlichkeit bringt.

    Jesus führt seine Jünger denselben Weg vom „Weniger“ zum „Mehr“, den auch er selbst geführt wurde und gegangen ist.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang Hiob 8

    Bildads erste Rede
    1 Da hob Bildad von Schuach an und sprach:
    2 Wie lange willst du so reden und sollen die Reden deines Mundes so ungestüm daherfahren? 3 Meinst du, dass Gott unrecht richtet oder der Allmächtige das Recht verkehrt? 4 Haben deine Söhne vor ihm gesündigt, so hat er sie verstoßen um ihrer Sünde willen. 5Wenn du aber dich beizeiten zu Gott wendest und zu dem Allmächtigen flehst, 6 wenn du rein und fromm bist, so wird er deinetwegen aufwachen und wird wieder aufrichten deine Wohnung, wie es dir zusteht. 7 Und was du zuerst wenig gehabt hast, wird hernach sehr zunehmen.
    8D enn frage die früheren Geschlechter und merke auf das, was ihre Väter erforscht haben, 9 denn wir sind von gestern her und wissen nichts; unsere Tage sind ein Schatten auf Erden. 10 Sie werden dich’s lehren und dir sagen und ihre Rede aus ihrem Herzen hervorbringen:

    11 »Kann auch Rohr aufwachsen, wo es nicht feucht ist, oder Schilf wachsen ohne Wasser? 12 Noch steht’s in Blüte, bevor man es schneidet, da verdorrt es schon vor allem Gras. 13 So geht es jedem, der Gott vergisst, und die Hoffnung des Ruchlosen wird verloren sein. 14 Denn seine Zuversicht vergeht, und seine Hoffnung ist ein Spinnweb. 15 Er verlässt sich auf sein Haus, aber es hält nicht stand; er hält sich daran, aber es bleibt nicht stehen. 16 Er steht voll Saft im Sonnenschein, und seine Reiser wachsen hinaus über seinen Garten. 17 Über Steinhaufen schlingen sich seine Wurzeln und halten sich zwischen Steinen fest. 18 Wenn man ihn aber vertilgt von seiner Stätte, so wird sie ihn verleugnen, als kennte sie ihn nicht. 19 Siehe, das ist das Glück seines Lebens, und aus dem Staube werden andre wachsen.«
    20 Siehe, Gott verwirft die Frommen nicht und hält die Hand der Boshaften nicht fest, 21 bis er deinen Mund voll Lachens mache und deine Lippen voll Jauchzens. 22 Die dich aber hassen, müssen sich in Schmach kleiden, und die Hütte der Gottlosen wird nicht bestehen.

    Das tägliche Bibel-Quiz